Double Feature 2008 – Pt.4

Kurz bevor der Blockbuster-Mai losgeht gibt´s nochmal zwei „kleinere“ Filme…

Street Kings

Tom Ludlow ist ein Cop beim LAPD, der mit rüden Methoden und nicht immer nach Vorschrift die bösen Jungs zur Strecke bringt. Als sein Ex-Partner Washington von zwei Gangstern hingerichtet wird, gerät Ludlow in den Focus des internen Ermittlers Biggs. Vom Fall abgezogen, versucht er mit Hilfe des jungen Detectives Diskant die Killer zu finden und deckt eine viel tiefer gehende Verschwörung auf…
Street Kings ist ein spannender Polizeithriller um Koruption und Amtsmissbrauch. Der Film von Regisseur David Ayer, der bereits das Drehbuch zu Training Day geschrieben hat, nach eine Kurzgeschichte von James Ellroy, auf dessen Zettel Black Dahlia, L.A. Confidential und Dark Blue stehen, lebt von seinen schauspielerischen Leistungen. Keanu Reeves als abgewrackter, skrupelloser Alkoholiker, Forest Whitaker als übermotivierter Commander, Hugh Laurie als undurchsichtiger interner Ermittler, Chris Evans als frischer Detective, Naomie Harris als trauernde Witwe und so weiter. Diese Begeisterung ist auch wichtig, denn die Story ist genretypisch und auch nicht wirklich überraschend erzählt, obwohl sich die Spannung hält. Auch Street Kings setzt den Trend der kompromisslosen Actionsequenzen fort und erhält deswegen keine Jugendfreigabe. Die Optik des Films ist auf den Charakter Reeves zugeschnitten, dessen Welt trist und brutal daherkommt und ergänzt sich durch einen passenden Score. Alles in allem ein guter Vertreter des Genres, der zu stets zu unterhalten weiss.
Note: 3

Feels Like: Training Day, L.A. Confidential

Abgedreht

Als Mr. Fletcher auf eine Geschäftsreise geht, soll sein Ziehsohn und Angestellter Mike auf seine alte Videothek aufpassen. Nachdem sein durchgeknallter Kumpel Jerry nach einer missglückten Sabotage des Kraftwerkes die ganzen Videobänder magnetisiert, müssen die Jungs die Filme nachdrehen, um so die Videothek und das Haus zu retten.

Abgedreht hätte viel besser sein können als er ist. Nachdem sehr zähen und recht langweiligem Anfang kommt der Film erst richtig in Fahrt, wenn die Filme geschwedet, also nachgedreht werden bis diese Aktionen abrupt von der Anwältin der Filmbosse beendet wird. Danach droht der Film wieder in Langeweile und Kitsch zu versinken. Einzig die Art wie der Film über den Jazz-Musiker, der in dem Stadtviertel gelebt hat, gedreht wird, rettet den Schluß noch. Fazit: Eine völlig unnötige Underdog-die-Welt-ist-gut-wir-halten-alle-zusammen-Story verdirbt einen ansonsten guten, überraschend durchgeknallten Film. Schade!
Note: 4

Feels Like: Die Tiefseetaucher

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~ von kinohege - 21/April/2008.

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